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Dienstag, 15. Januar 2013

Fortschritte


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Liebe Leser,

Weihnachten ist vorüber, und damit auch mein kurzer Besuch in Anyiko. Wir sind letzte Woche für vier Tage hingefahren und haben sämtliche Bekannten mit Besuchen abgeklappert. Dazwischen durften wir an einem Treffen mit dem Komitee der Schule teilnehmen. Es tut sich einiges. Die größte Neuigkeit war, dass die Regierung Herrn Wicliffe Ogeu an der Schule als Manager angestellt hat, der die Sache nun tatsächlich zum Laufen bringen wird. Die Klassenräume müssen fertig gestellt und ausgestattet und Schüler angeworben werden. Das Komitee hat einen kleinen internen Spendenaufruf gestartet, um letzte Schulden zu tilgen, bevor es im Juli wieder eine große Harambee geben soll.
Die Bauarbeiten sind noch nicht fortgesetzt worden, weil es Probleme mit dem Geld gibt. Leider hatte das Komitee mit ein paar Korruptionsfällen innerhalb und unter den angestellten Bauleitern zu tun, aber das wurde größtenteils gelöst. Nun hoffen alle auf den versprochenen Zuschuss, der noch aussteht. Außerdem könnte es sein, dass ein Politiker sein Wissen über Automechanik und ein Fahrzeug zur Verfügung stellen wird, um an der Schule zu unterrichten.
Die 360 Euro, die noch als Spendengeld vorhanden sind, werden wir in Absprache mit dem Komitee für ein kleines Projekt ausgeben. Die beiden neuen Klassenräume könnten zum Beispiel mit dem Wassertank verbunden werden, um diesen mit noch mehr Regenwasser zu füllen. Andere Arbeiten umfassen die Inneneinrichtung der Klassenräume (verputzen, streichen, usw.), die Entfernung von Gebüsch um das Gebäude und die Besorgung von Werkzeug.

Auch an der Klinik tut sich was: Zweimal im Monat kommt ein mobiles Ärzteteam dorthin und kümmert sich um leicht zu behandelnde Krankheiten und Verletzungen. Die Mitglieder des Komitees haben die Clans damit beauftragt, sich jeweils um den Verputz eines Raumes zu kümmern. Zwei oder drei sind schon fertig. Auch hier muss dann gestrichen werden. Ich werde das mit Antony besprechen und Rücksprache mit Mr. Sind halten, um herauszufinden, was mit 360 Euro gestemmt werden kann und was vonnöten ist.

Und weil ich immer mal wieder darauf angesprochen werde, kommt hier die Übersetzung des Artikels ins Englische.

*

Dear Readers,

Christmas is over and such is my short visit to Anyiko. Last week we went there for four days and tried to visit as many friends as possible. Furthermore we were invited to a full board meeting at the school. There are a lot of things going on. The biggest news was the arrival of Mr. Wicliffe Ogeu, who was employed by the government as the manager of the school and who is going to run it from now on. The classrooms have to be finished, furnished and equipped and the school must be advertised for students to come. The board started an internal fundraising to pay the last depts before they want to organize a big Harambee in July.
Building has not been continued because of some money issues. Unfortunately the board was confronted with some cases of corruption within and among the building contractors, but it was solved almost completely. Now everyone is hoping for the promised addition of money that still needs to be given out. Furthermore, a politician mentioned to be able to volunteer and provide his knowledge and a car to start some motor mechanics lessons at the school.
There are still 360 Euros of donations left. We will spend them for a small project in consideration with the board. For example, the two new classrooms could become connected to the water tank to fill it with more rain water. Other necessities include the finishing of the rooms (smearing, painting, etc.), removing bushes around the buildings and the need of tools.

The clinic is developing, too: Mobile doctors go there twice a month and treat small diseases and wounds. The board has ordered the clans to take care of the finishing of one room each. Two or three have already been finished. They must be painted as well. I will discuss that with Antony and Mr. Sind to find out what 360 Euros can be used for and what is needed.

For more information in English, you are highly welcome to contact me: laura[dot]kuenzig[at]gmail[dot]com

Ein verputzter Raum in der Klinik. / One of the smeared rooms o fthe clinic.

Masasia Dispensary (die Klinik).

Die rechte Wand wurde schon zum Dach hoch fortgesetzt, die linke muss noch. / The right wall was extended under the roof, the left one will still be done.

Das Gleiche von außen. / The same case from outside.

Das Komitee: Auf der Bank in der Mitte sitzt der neue Manager. / The Board of Members: The man sitting on the bench in the middle is the new manager.

Die Urkunde der Registrierung. / Certificate of Registration.

Freitag, 7. September 2012

Der aktuelle Stand

Liebe Interessierte!
Jetzt hat es doch gar nicht so lange gedauert. Vorgestern war ich einen Tag lang in Anyiko und konnte die Baustellen besuchen. So sieht die Klinik im Moment aus:


 Sie hat ein schönes blaues Dach und ist erstmal sicher vor dem Regen. Nächste Schritte sind Fenster und Türen, wahrscheinlich die Zementierung des Bodens (so genau hab ich nicht geguckt), und der Verputz.
Zur Zeit konzentriert sich das Kommitee jedoch auf die Schule:

Das sind die neuen Toiletten. Leider wurde eine der Türen schon entwendet.
Und das sind die beiden neuen Klassenräume:



So sehen sie innen aus. Auch hier kommen noch Scheiben in die Fenster und Boden und Wände werden verputzt. Mr Sind meinte aber, dafür sei ausreichend Geld vom CDF da. Was dann noch fehle, seien Werkzeuge. Denn die Schule ist nun voll registriert und dazu befähigt, zehn Kurse zu eröffnen. Sie muss nach der Fertigstellung der Klassenräume entsprechend beworben und attraktiv gemacht werden, unter anderem durch den Nachweis entsprechender Unterrichtsmaterialien.

Wie im letzten Eintrag berichtet, habe ich noch Spendengeld, das verwendet werden kann. Zunächst soll aber das Geld vom CDF aufgebraucht werden. Antony und ich hatten ja die Idee, die Freiwilligenorganisationen CIVS und KVDA auf die Projekte ausfmerksam zu machen und um ein work camp zu werben. Leider arbeiten unsere Freunde und Ansprechpartner von CIVS nicht mehr dort, und generell bekommen die Organisationen zur Zeit die Auswirkungen der schlechten Nachrichten zu spüren. Die Zahl der Freiwilligen, die nach Kenia kommen, hat extrem abgenommen, seit in Nairobi einige Anschläge verübt wurden. Außerdem finden im März die ersten Wahlen unter der neuen Verfassung statt, und bei den letzten vor fünf Jahren gab es enorm gewalttätige Ausschreitungen. Entsprechend traut sich keiner mehr in ein Land, das doch so viel mehr zu bieten hat als die traurigen Schlagzeilen aus den Nachrichten.

Antony und ich sind nun ja auch etwas weiter entfernt von zu Hause und mit unseren Studien beschäftigt, sodass wir die Dinge weiterhin ganz dem Kommittee überlassen, das so hervorragende Arbeit leistet. Im Dezember sind Ferien und Weihnachten werden wir vorraussichtlich in Anyiko verbringen. Mal sehen, was sich bis dahin noch ergibt. Vielleicht starten wir auch einfach unser eigenes kleines, privates "work camp" im nächsten Jahr.

Freitag, 31. August 2012

Post aus Kenia

Liebe Leser,

Mal wieder ist zwischen zwei Einträgen viel Zeit vergangen. Diesen Eintrag schreibe ich aus Kenia. Seit fünf Tagen bin ich hier, diesmal nicht als Freiwillige und auch nicht ausschließlich als Privatperson, sondern als Studentin. Ich werde ein Jahr lang am Narok University College studieren. Auch Antony hat sich in Nairobi für sein Studium eingeschrieben. Trotzdem tut sich bei den Projekten natürlich weiterhin etwas. Die letzte gute Nachricht war, dass die Klinik ein Dach bekommen hatte. Auch das work camp, das im Januar 2012 stattfand, war sehr erfolgreich. Es wurden wieder sehr viele Ziegel von allen freiwilligen Helfern hergestellt, die zum Weiterbau unbedingt benötigt werden. Außerdem hat sich die Mühe um die Registrierung beim CDF nun enslich ausgezahlt - im wahrsten Sinne des Wortes: Die Projekte haben zusammen eine Million Kenya Shilling bekommen, das sind umgerechnet etwa 10000 Euro. Dieses Geld liegt in der kompletten Verantwortung des Vorstandes. Bis jetzt haben wir noch nicht mit ihnen gesprochen, aber wir sind sicher, dass sie das Geld im allgemeinen Interesse verwenden. Vielleicht kann ich demnächst einmal nach Anyiko fahren (was allerdings etwa sechs bis sieben Stunden dauert von Narok aus) und die Projekte besuchen, dann werde ich genauer Bericht erstatten könnnen.

Außerdem hat der treuste Spendenkreis der Projekte, nämlich der um meine Oma, wieder zusammengelegt, sodass der derzeitige Spendenstand 310 Euro beträgt. Dieses Geld halte ich zunächst einmal zurück, bis ich Genaueres über den derzeitigen Bau- und Bedürfnisstand erfahre. Wenn sich unsere privaten Studienangelegenheiten in einigermaßen geordneten Bahnen befinden, werden Antony und ich auch versuchen, die Projekte bei der Kenya Voluntary Development Association (KVDA) oder beim Center for International Voluntary Service (CIVS) für ein weiteres work camp zu bewerben. Es stehen vor allem das Verputzen und die Vervollständigung der Klinikräume an, sowie die Einrichtung von Toiletten.

Sollte es also Neuigkeiten geben, werde ich versuchen, ein wenig früher zu schreiben als dieses Mal. An alle Unterstützer geht ein riesengroßes Dankeschön. Eure Unterstützung spornt an und wir nehmen sie nicht auf die leichte Schulter!

Besten Dank und viele Grüße ais Narok, Kenia.

 PS: Die Tauschaktion ist hiermit beendet. Aus Zeitmangel blieb es bei dem 40-Euro-Ikeagutschein. Den haben wir für den Kauf mehrerer Solar-Tischlampen benutzt, die wir an Freunde und Verwandte verschenken und selbst nutzen.

Freitag, 2. Dezember 2011

Gut bedacht

Liebe Leser,

Es ist soweit: Die Klinik hat endlich ein Dach!!




Jetzt sind die Ziegel vor weiteren Regenfällen geschützt und das Gebäude nimmt langsam auch für die Öffentlichkeit bedeutende Züge an. Die Behörden merken nun hoffentlich, dass die Dorfgemeinschaft es ernst meint. Der CDF (Community Developement Fund) hat gleich reagiert und den Projekten Fördermittel zugesprochen. Das work camp, das im Januar stattfinden wird, kann also beginnen!

Montag, 24. Oktober 2011

picha II

teil zwei der fotostory betrifft die projekte, bei denen sich ja auch einiges getan hat:
die einladung zur harambee

eine kenianische spendenaktion besteht hauptsächlich aus reden, sodas und musik
der chairman bei der eröffnungsrede
eine schwester aus einer entfernteren klinik versteigert bananen. (übrigens heißt ihre tochter auch laura :)
der master of ceremony zählt die spendenbeträge


das komitee führt buch
der wahlkämpfer verliest das sensationelle ergebnis: 1250 000 shillings!!
das geld wird dringend benötigt, denn wegen des fehlenden daches prasselt die regenzeit ungehindert auf die wände und zerstört erste ziegel.

aber jetzt kommt ja ein dach drauf. bei meiner abreise waren die bauarbeiten in vollem gange, inzwischen sind wohl auch die wellbleche drauf - der politiker hat sein versprechen wahr gemacht und die iron sheets gespendet!

und so sieht übrigens der schneiderkurs in der polytechnic aus.

Mittwoch, 28. September 2011

an alle leipziger leser:

geht hin, lasst was im spendenkorb und grüßt sabine von mir. :)

http://www.littleprinz.org/lang/de/news-2/

Dienstag, 16. August 2011

Harambee in Anyiko


Liebe Leser!
Am Samstag, 13. August, fand in der Masasia Dispensary eine Harambee statt, also eine Spndenaktion der Community. Schon im Maerz waren die groben Vorbereitungen abgeschlossen und die Spendenkarten gedruckt und verteilt. Darauf wird der Spendenzweck erklaert und auf der Rueckseite ist Platz fuer die Namen von Freunden, Bekannten und Verwandten und den Betrag, den sie gespendet haben. Diese Karten und der entsprechende Betrag wurden am Samstag in einer feierlichen Zeremonie eingesammelt, und danach sind alle Besucher aufgefordert, den Betrag zu „decken“, also noch ein paar Muenzen hinzuzufuegen. Natuerlich gab es auch ein paar besondere Programmpunkte, denn ausser den „Normalsterblichen“ aus Anyiko kamen auch zwei Anwaerter auf das Ministeramt fuer die Region in dicken Autos angefahren, mit jeweils zwei Unterstuetzern, die kraeftig Werbung  fuer ihn machten. Da naechstes Jahr Wahlen stattfinden, sind solche Harambees eine willkommene Gelegenheit fuer Wahlwerbung.
Auch Antony und ich hatten einen eigenen Programmpunkt als „volunteers“. Antony hatte mit seiner Spendenkarte ein bisschen Geld gesammelt und ich habe 50 Euro von den Spendengeldern beigesteuert. Bleiben noch 250 Euro, die wir nicht sofort ausgeben wollen. Zunaechst muss das Kommittee entscheiden, was mit dem Geld, das zusammengekommen ist, geschehen soll, und da viele Grossfamilien und andere Leute aus Anyiko etwas gespendet haben, werden die Verantwortlichen jetzt ganz genau beobachtet und damit ist sichergestellt, dass das Geld auch entsprechend verwendet wird.
Insgesamt sind unglaubliche 126000 Kenya Shilling zusammengekommen, was etwa 1260 Euro sind. Damit kann nun zum Beispiel die Toilette gebaut werden, die so dringend benoetigt wird, was auch die Krankenschwester aus der naechstgelegenen Klinik, die im Auftrag des Gesundheitsministeriums eingeladen war, nochmal betonte. Oder es wird in das Dach investiert, allerdings kann dieser Betrag nur fuer das halbe Dach dienen.
Mit den verbleibenden 250 Euro von den Spenden, die ich gesammelt habe, wollen wir erstmal noch warten, damit wir dann im Notfall aushelfen koennen, falls es wieder was Dringendes gibt. Antony hat sich ueberhaupt sehr aus den Projekten zurueckgezogen, und das Kommittee leistet ganze Arbeit,  damit es mit den Projekten vorangeht.
Wenn ich wieder in Deutschland bin, will ich die Tauschaktion weiterfuehren, die im Zuge der Klausurenvorbereitungen ein bisschen eingeschlafen ist, denn es gibt noch viel zu tun. Ich hoffe, ich kann hier ein paar Bilder anfuegen, damit man den Fortschritt sieht, aber auch die Arbeit, die noch ansteht. Nachdem ich jetzt gefuehlte drei Stunden auf den rotierenden Kreis gestarrt habe, lasse ich das mit dem Hochladen vielleicht doch einfach bleiben. Internet ist hier eben nicht ganz so highspeed wie anderswo...

Samstag, 19. März 2011

Viel los auf dem Globus

Liebe Leser!

Es tut sich was. In Kenia, in Deutschland und überhaupt.

In Kenia vor Ort ist derzeit ein Freiwilliger aus den USA, der fleißig mithilft, das Gelände von Büschen zu befreien und die immer noch zähe Registrierung in Gang zu bringen. Weiterhin ist ein Nähkurs geplant, dessen Organisation bereits läuft.

Bei mir in Deutschland sprudeln derzeit die Ideen. Ich werde demnächst versuchen, eine Büroklammer über mehrere Stufen gegen etwas Großes zu tauschen, was ich dann verkaufen kann. Der Erlös fließt natürlich in die Projekte. Dazu aber bald mehr in einem eigenen Eintrag. Auch ein großes Geburtstagpicknick im Park ist im Sommer geplant, das die Spendenkasse nochmal ein bisschen auffüllen soll. Eine Aktion, die schon ziemlich sicher ist, ist das LETTA-Festival in Döben am 18. Juni 2011, das großartigerweise seinen Erlös den Projekten zugute kommen lassen will. Mehr Infos dazu bald unter myspace.com/letta-festival und auch bei facebook.

Heute auf den Tag genau sind es noch 132 Tage, bis mein Flug geht. Solange ist noch Zeit, um eventuelle Transportfragen des gesammelten Werkzeugs zu klären, Spenden zu sammeln, die Projekte hier in Leipzig bekannt zu machen, Unterstützer und Interessierte zu finden - und das zweite Semester an der Uni abzuschließen.
Ich melde mich bald wieder, jetzt in den Semesterferien habe ich noch mehr Zeit dazu.

Samstag, 15. Januar 2011

Neues...

Liebe Leser,

Das neue Jahr ist noch nicht so alt, aber Neuigkeiten gibt es schon zuhauf zu erzählen. Über Weihnachten sind wieder einige Spenden eingegangen - vielen herzlichen Dank dafür! Es ist schön zu wissen, dass die Projekte nach wie vor wahrgenommen und unterstützt werden.
Der derzeitige Spendenstand beläuft sich auf 402,34€ und mit einem neuen Konto können dieses Geld und alle weiteren Spenden endlich umsonst und ohne Komplikationen überwiesen werden.

In Anyiko wurde das noch vorhandene Geld in die Dokumente gesteckt, die für die Registrierung nötig sind. Nun sind alle Papiere zusammen, die Zuständigen haben überall dort unterschrieben, wo sie sollten und Antony bekommt Hilfe von seinem Onkel, der sich mit dem weiteren Verfahren auskennt.

Trotzdem soll das nun vorhandene Geld nicht oder nur zum nötigsten Teil in die Registrierung fließen. Vielmehr werden wieder Baumaterial und junge Bäumchen gekauft, denn es hat sich ein Freiwilliger aus den USA angekündigt. Anfang Februar wird er in Anyiko ankommen und voraussichtlich drei Monate bleiben. Die Vorbereitungen laufen, damit er auch was zu tun hat.

Auch ich selbst durchforste bereits wieder die Flugbörsen, denn es soll noch dieses Jahr wieder nach Kenia gehen. Wann steht nochnicht ganz fest, aber mit dem Termin soll auch eine neue Spendenaktion verbunden sein.

Außerdem gilt weiterhin: Wir nehmen gerne Werkzeug entgegen, das in einer Berufsschule Verwendung finden könnte, und natürlich auch immer Geldspenden und sehr gerne Tipps und Kontakte.

Freitag, 12. November 2010

Wie man eine Schule registriert

Ich habe mich lange nicht gemeldet. Als Studentin hat man auch einfach nicht mehr so viel Zeit, wie manche immer annehmen. Es sind mittlerweile still und heimlich wieder ein paar Spenden eingegangen - vielen hezlichen Dank dafür! Zur Zeit läuft die Registrierung der Polytechnic, die nötig ist, um die lokale Administration und auf längere Sicht auch höhere Instanzen von der Existenz und der Ernsthaftigkeit dieser Institution in Kenntnis zu setzen und damit man irgendwann auch zustehende finanzielle Hilfen vom CDF beantragen kann. Dazu ist jetzt aber erstmal ziemlich viel Papierkram nötig, den Antony inzwischen in die Wege geleitet hat. Man könnte die ganze Sache natürlich abkürzen, indem man die zuständigen Beamten einfach schmiert, aber da wir die Korruption absolut nicht unterstützen und außerdem sichergehen wollen, dass bei allen weiteren Aktionen sämtliche Papiere vollständig und ordnungsgemäß vorhanden sind, gehen wir lieber den langen, aber dafür ehrlichen Weg. Antony hat seinen Onkel um Hilfe gebeten, der in der Lokalverwaltung arbeitet und sich mit solchen Dingen auskennt. Es werden ziemlich viele Papiere benötigt, angefangen bei einer Art Besitzurkunde des Stückes Land. Außerdem muss auch die Baustelle noch besichtigt, vermessen und die Gebäude auf ihre Tauglichkeit überprüft werden. Alles sehr langwierige Prozesse.
Nichts desto trotz haben sich bereits mehrere Freiwillige sowohl für die Schule als auch für die Klinik bei Antony gemeldet, die über mehrere Monate hinweg an und in den Projekten arbeiten möchten. Antony wird das organisieren, weil er derjenige ist, der die Leute dann vor Ort anleitet. Jetzt, am Anfang, laufen die Sachen noch eher unoffiziell ab, wie das dann mit der Kostenbeteiligung für Verpflegung usw. der Freiwilligen organisiert werden soll, wird sich mit ein paar Erfahrungen herausstellen.
Sobald es etwas Neues gibt, werde ich mich natürlich wieder hier melden. Schon jetzt ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr an alle Helfer und Unterstützer!

Mittwoch, 12. Mai 2010

post aus kenia (bitte die formatfehler einfach übersehen! :)

um alle ineterssierten auf dem laufenden zu halten, möchte ich hier nun in auszügen die berichte von antony veröffentlichen. er hat gewissenhaft die verwendung der spenden für die projekte übernommen und genau aufgezeichnet, wann was wofür ausgegeben wurde. unter dem bericht über die verwendung des übriggebliebenen geldes von der anderen laura aus deutschland listet er die fortschritte auf, die man natürlich auch auf den fotos sehen kann: der wassertank ist installiert, die schule verputzt und mit glasfenstern - etwas besonderem in kenia! - ausgestattet. was man auf den fotos nicht sieht: die erfahrung, die er und alle helfer sammeln konnten und den einsatz, das zusammenwachsen und die große dankbarkeit aller anwohner für die hilfe.

auch ein grob umrissener plan für das weieter vorgehen existiert bereits. der beinhaltet unter anderem weitere arbeiten am dach, den fenstern und dem wassertank. außerdem soll ein kleiner raum für eine werkstatt entstehen, in der die schüler verschiedenes handwerk erlernen können. hier der ausführliche arbeitsplan mit kostenschätzung:


18/3/2010

POLYTECHNIC’S PROPOSED WORK PLAN

1.      Orders to be paid yet
Sand               2lorries            @ 3000/=        =            6,000/=
Ballast                        1lorry @ 4000/=        =            4,000/=
Paraffin           10 litres           @ 70/=            =               700/=
Twine sisal      2kg                  @80/=             =               160/=
Cement transport 10bags       @60/=             =                600/=
TOTAL                                                                    11,460/=

2.      Next thing to do.
[a] Plastering
[b] Roof painting
[c] Ficia board

2. (a) Plastering
Cement 30 bags          @ 870/=                      =          26,100/=
Labour                                                           =          10,000/=
TOTAL                                                                     36,100/=

2.(b) Roof painting
Red oxide roof paint 7x4 litres         @ 930/=          =          6,510/= 
Paraffin                      15litres            @70/=             =          1,050/=
Labour                                                                       =          3,000/=
TOTAL                                                                                10,560/=

3.      Steel windows
Steel frames                14pcs              @2250/=         =          31,500/=
Discount of 207 for 14 pcs                                       =             2,900/=
                                                                                              28,600/=
Window glasses 14 pcs                      @800/=           =          11,200/=
Sticker (Pati)   14 pcs                         @100/=           =          14,000/=
TOTAL                                                                                41,200/=

4.      Water tank
1x5000litres                     @ 38,000/=                =          38,000/=
Installation (inclusive of materials)                     =          20,000/=
TOTAL                                                                          58,000/=

5.      [a] Wall Paint
Paints        2X20litres       @ 3,000/=                  =          9,000/=
Labour                                                                 =          5,000/=


5.      [b] Skirting 
Paints   2x4 litres @ 3,000/=                  =            6,000/=
TOTAL                                                              20,000 /=        

6.      Water pipe
Pipes 20 pcs                     @ 700/=          =          14,000/=
Labour                                                     =            5,000/=
TOTAL                                                              19,000/=

7.      Renovation of the old buildings
The whole cost plus Labour                    =          40,000/=

8.      Workshop for practicals              
Timber                                                     =          8,000/=
Used iron sheets   20pcs @ 300/=           =          6,000/=
Nails                     10 kg @ 300/=           =          3,000/=
Labour                                                     =          3,000/=
TOTAL                                                               20,000/=

 



eine weitere erfreuliche nachricht kam vom "Ministry of Public Health and Sanitation", also dem kenianischen gesundheitsministerium, das den bau der klinik gebilligt und damit auch offiziell registriert hat.


MINISTRY OF PUBLIC HEALTH & SANITATION

Divisional Public health Office
P.O BOX 247,
U KWALA

5TH MAY 2010.
THE PRINCIPAL
SIGUL POLYTECHNIC
P.O BOX 120,
UGUNJA.

Dear Sir/Madam
RE: SANITARY INSPECTION REPORT
TIME &DATE:        11.45am – 2.30pm – 5/5/2010.

TYPE &ASPECT:   single storey building permanent in nature constructed using masonry bricks and the roofs covered with G.IC sheets. The building is painted creamish & skirted black.

SITUATION & LOCALITY:
                                    The premise is situated in Anyiko sub-location, North East Ugenya Location, Ukwala Division, Ugenya District. It is along Ligega –Bondo Kolalo route. It’s on about 4 acres of land.

CONDITIONS & DEFECTS:

FLOOR: -                  Neatly done. Sand cement screed finishing.

WALL: -                    Made of bricks & well plastered, painted creamish.

DOOR: -                     Wooden doors painted blushing and in good shape.

LIGHTING AND VENTILATION: -
                                    Each classroom has 5metal windows with window paints each measuring 5” x 5”.
                                    Both artificial and natural lighting provided.

ROOF: -                     G.I.C sheets used.

WATER: -                 Roof water catchments provided with a tank of 4,600 litres.


SANITARY ACCOMODATION:
                                    A pit latrine with a twin door provided & in good state.
                                    One urinal provided.

WASTE MANAGEMENT:
                                    1 pit provided

N/B: -                          Three rooms provided 2 as classrooms each measuring 24” x 20” and one as administration block.
FENCE: -                   The school is well fenced with barbed wire.

RECOMMENDATION: -
                                    Provide at least 4 more pit latrines.

CONCLUSION: -     The office has no reason to deny the registration.

Yongo    E m
Div. PHO


die arbeiten gehen weiter, es gibt viel zu tun - und viel zu bezahlen und zu kaufen. deswegen arbeite auch ich in deutschland an der fotoausstellung, damit noch mehr leute von den projekten erfahren und eventuell helfen.