„Das ist ja wie bei Hans im Glück!“, sagt eine junge Frau und tauscht ihr Grammatikbuch gegen meine Hustenbonbons – und genau so fühle ich mich schon am ersten Tag der Tauschaktion… aber von Anfang:
Der Frühlingsanfang macht gute Laune hier im sonnigen Leipzig und für den heutigen Montagmorgen-Einkauf hatte ich nicht nur Geldbeutel und Rucksack dabei, sondern auch eine kleine Büroklammer und eine Riesenportion Spannung. Gleich der erste Passant tauschte die Büroklammer bereitwillig gegen eine Packung Hustenbonbons.
Die nächste Befragte kramte in ihrer Tasche, gestand, dass sie ihre Mütze eigentlich eher ungern tauschte und gab mir dafür die deutsche Grammatik. „Ich hab nochmal so eins.“
Mit so einem eher speziellen Buch wird es schon schwieriger, aber gleich die nächste Passantin hatte zwar nichts zum Tauschen dabei, aber sie meinte, es gäbe da einen Schreibtisch in ihrem Hausflur, den könne ich einfach abholen. Das Buch hab ich natürlich dort gelassen – Tausch ist Tausch!
Das war einfacher als gedacht! Das Tauschen geht jetzt online weiter, denn mit einer gezielten Kleinanzeige finde ich vermutlich eher einen Interessenten für den Tisch als auf der Straße. Wenn ihr jemanden wisst, der diesen Tisch gegen etwas Größeres, Wertvolleres tauschen möchte, meldet euch gerne!!
Die Schule ist fast fertig – nun braucht das Projekt Geld, um den ersten Unterricht anzukurbeln. Dafür möchte ich wieder Geld sammeln, aber nicht einfach so: Ich tausche mich zum Spendengeld. Angefangen bei einer Büroklammer, die ich gegen etwas Größeres, Wertvolleres tausche, will ich mich bis zu einem Gegenstand durchtauschen, dessen Erlös schließlich in die Projekte fließt. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt! Morgen gehe ich mit meiner Büroklammer auf die Straße und berichte dann hier.
Es tut sich was. In Kenia, in Deutschland und überhaupt.
In Kenia vor Ort ist derzeit ein Freiwilliger aus den USA, der fleißig mithilft, das Gelände von Büschen zu befreien und die immer noch zähe Registrierung in Gang zu bringen. Weiterhin ist ein Nähkurs geplant, dessen Organisation bereits läuft.
Bei mir in Deutschland sprudeln derzeit die Ideen. Ich werde demnächst versuchen, eine Büroklammer über mehrere Stufen gegen etwas Großes zu tauschen, was ich dann verkaufen kann. Der Erlös fließt natürlich in die Projekte. Dazu aber bald mehr in einem eigenen Eintrag. Auch ein großes Geburtstagpicknick im Park ist im Sommer geplant, das die Spendenkasse nochmal ein bisschen auffüllen soll. Eine Aktion, die schon ziemlich sicher ist, ist das LETTA-Festival in Döben am 18. Juni 2011, das großartigerweise seinen Erlös den Projekten zugute kommen lassen will. Mehr Infos dazu bald unter myspace.com/letta-festival und auch bei facebook.
Heute auf den Tag genau sind es noch 132 Tage, bis mein Flug geht. Solange ist noch Zeit, um eventuelle Transportfragen des gesammelten Werkzeugs zu klären, Spenden zu sammeln, die Projekte hier in Leipzig bekannt zu machen, Unterstützer und Interessierte zu finden - und das zweite Semester an der Uni abzuschließen.
Ich melde mich bald wieder, jetzt in den Semesterferien habe ich noch mehr Zeit dazu.
Das neue Jahr ist noch nicht so alt, aber Neuigkeiten gibt es schon zuhauf zu erzählen. Über Weihnachten sind wieder einige Spenden eingegangen - vielen herzlichen Dank dafür! Es ist schön zu wissen, dass die Projekte nach wie vor wahrgenommen und unterstützt werden.
Der derzeitige Spendenstand beläuft sich auf 402,34€ und mit einem neuen Konto können dieses Geld und alle weiteren Spenden endlich umsonst und ohne Komplikationen überwiesen werden.
In Anyiko wurde das noch vorhandene Geld in die Dokumente gesteckt, die für die Registrierung nötig sind. Nun sind alle Papiere zusammen, die Zuständigen haben überall dort unterschrieben, wo sie sollten und Antony bekommt Hilfe von seinem Onkel, der sich mit dem weiteren Verfahren auskennt.
Trotzdem soll das nun vorhandene Geld nicht oder nur zum nötigsten Teil in die Registrierung fließen. Vielmehr werden wieder Baumaterial und junge Bäumchen gekauft, denn es hat sich ein Freiwilliger aus den USA angekündigt. Anfang Februar wird er in Anyiko ankommen und voraussichtlich drei Monate bleiben. Die Vorbereitungen laufen, damit er auch was zu tun hat.
Auch ich selbst durchforste bereits wieder die Flugbörsen, denn es soll noch dieses Jahr wieder nach Kenia gehen. Wann steht nochnicht ganz fest, aber mit dem Termin soll auch eine neue Spendenaktion verbunden sein.
Außerdem gilt weiterhin: Wir nehmen gerne Werkzeug entgegen, das in einer Berufsschule Verwendung finden könnte, und natürlich auch immer Geldspenden und sehr gerne Tipps und Kontakte.
Ich habe mich lange nicht gemeldet. Als Studentin hat man auch einfach nicht mehr so viel Zeit, wie manche immer annehmen. Es sind mittlerweile still und heimlich wieder ein paar Spenden eingegangen - vielen hezlichen Dank dafür! Zur Zeit läuft die Registrierung der Polytechnic, die nötig ist, um die lokale Administration und auf längere Sicht auch höhere Instanzen von der Existenz und der Ernsthaftigkeit dieser Institution in Kenntnis zu setzen und damit man irgendwann auch zustehende finanzielle Hilfen vom CDF beantragen kann. Dazu ist jetzt aber erstmal ziemlich viel Papierkram nötig, den Antony inzwischen in die Wege geleitet hat. Man könnte die ganze Sache natürlich abkürzen, indem man die zuständigen Beamten einfach schmiert, aber da wir die Korruption absolut nicht unterstützen und außerdem sichergehen wollen, dass bei allen weiteren Aktionen sämtliche Papiere vollständig und ordnungsgemäß vorhanden sind, gehen wir lieber den langen, aber dafür ehrlichen Weg. Antony hat seinen Onkel um Hilfe gebeten, der in der Lokalverwaltung arbeitet und sich mit solchen Dingen auskennt. Es werden ziemlich viele Papiere benötigt, angefangen bei einer Art Besitzurkunde des Stückes Land. Außerdem muss auch die Baustelle noch besichtigt, vermessen und die Gebäude auf ihre Tauglichkeit überprüft werden. Alles sehr langwierige Prozesse.
Nichts desto trotz haben sich bereits mehrere Freiwillige sowohl für die Schule als auch für die Klinik bei Antony gemeldet, die über mehrere Monate hinweg an und in den Projekten arbeiten möchten. Antony wird das organisieren, weil er derjenige ist, der die Leute dann vor Ort anleitet. Jetzt, am Anfang, laufen die Sachen noch eher unoffiziell ab, wie das dann mit der Kostenbeteiligung für Verpflegung usw. der Freiwilligen organisiert werden soll, wird sich mit ein paar Erfahrungen herausstellen.
Sobald es etwas Neues gibt, werde ich mich natürlich wieder hier melden. Schon jetzt ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr an alle Helfer und Unterstützer!
Fast zwei Monate ist es her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe. Inzwischen hat sich Einiges getan:
Foto: Charly Hofmann
Die Fotoausstellung "Schwarz-Weiß: Eine Deutsche in Kenia. Ein Kenianer in Deutschland." wurde in Fredelsloh und in Günzburg eröffnet. Wir haben sehr viel Unterstützung erfahren, deswegen herzlichen Dank nach Fredelsloh: Bildungswerk Leben und Umwelt Kaffe Kunst&Klüngel Stadtradio Göttingen
Und auch ein großes Dankeschön nach Günzburg: Bibertaler Fotofreunde Kulturgewächshaus Birkenried
- und an all die hilfsbereiten Leute, die hinter diesen Namen stehen.
Viele der ausgestellten Fotos kann man auf facebook sehen.
Während unserer Schwedenreise kamen dank der Ausstellungen wieder ein paar Spenden zusammen. Von den 912,34€, die wir zusammentragen konnten, hat Antony 700€ mit nach Kenia genommen, der Rest folgt demnächst. Das Geld soll zunächst einmal für die Registrierung der Berufsschule verwendet werden. Damit wird das Projekt von der Regierung offiziell anerkannt und kann nationale finanzielle Unterstützung vom Constituency Development Fund erhalten. Allerdings könnte sich das Ganze zu einer langen Prozedur entwickeln. Natürlich wäre es möglich, dem zuständigen Officer das nötige Schmiergeld unter die Nase zu halten, damit er "annehmen" kann, das alle geforderten Dokumente vorhanden sind und den Antrag sofort unterschreibt. Das könnte jedoch später zu einigen Problemen führen. Der Antrag der Schule wird also nicht gerade Priorität haben, da heißt es geduldig sein und den Tip von sowohl kenianischen als auch europäischen Freunden befolgen, die sich für andere Projekte einsetzen: dem ganzen Büro einfach regelmäßig auf die Nerven zu gehen!
Ist die Schule erstmal registriert, wird wohl bald der erste Unterricht stattfinden können. Dafür werden Werkzeuge und Ausstattung gebraucht, außerdem soll eine Werkstatt gebaut werden.
Wer also Hammer, Nähmaschinen, Stoffe, Nadeln, Sägen, Schrauben, Nägel, Schraubenzieher oder sonstiges Werkzeug übrig hat oder sämtliches hilfreiches Material für Holzarbeiten, Nähen, Metallarbeiten, Bauen usw. beschaffen kann,
wer mehr über Transportmöglichkeiten von Deutschland nach Kenia weiß (Schiffscontainer, "Blumenflieger", private Überbringer, ...) und uns Tips geben könnte,
wer gerne als Freiwilliger Helfer selbst mit anpacken möchte (Unterkunft, Verpflegung und viel Arbeit garantiert - Achtung! Wir sind keine Organisation, die professionell volunteers aufnimmt, verlangen aber auch kein Geld für die Vermittlung.),
wer Erfahrung hat mit ähnlichen Hilfsprojekten und uns mit Ideen helfen kann,
wer uns mit Spenden unterstützen möchte
oder wer Fragen hat:
KONTAKT AUFNEHMEN!! Wir sind für alle Informationen, Hinweise und jede Unterstützung, ob finanziell oder materiell, sehr dankbar.
Ich halte alle Leser und Unterstützer der Projekte hier weiterhin auf dem Laufenden.
Nach einer Weile ohne Neuigkeiten habe ich nun endlich mal wieder Zeit, mich zu melden. Seit ein paar Wochen ist Antony aus Kenia hier und er hat gleich einen ganzen Sack voll guter Neuigkeiten mitgebracht.
Aber zunächst einmal hat sein Deutschland-Besuch vor allem Fahrten zum Bodensee, nach München, auf diverse Konzerte, Familienfeiern und zu den geliebten Großeltern beinhaltet. Nun rückt aber die geplante Ausstellung immer näher und es gibt noch viel zu tun: Wir müssen die von mir ausgewählten Bilder rahmen, Texte verfassen und drucken, Infos zusammenstellen und und und...
Die Ausstellungen werden folgendermaßen stattfinden:
Eröffnung mit kleinem Vortrag ist jeweils am ersten Ausstellungstag. Ich werde die Fotos auch noch online stellen, höchstwahrscheinlich auf facebook. Der Link folgt!
Inzwischen hat sich einiges getan in Anyiko, was ich nun auch bildlich berichten kann:
So hatte ich das Fundament der Klinik im Februar verlassen.
Dann wurden die von uns "gematschten" Ziegel gebrannt.
Es folgte die Auffüllung des Bodens mit Beton.
Schließlich konnten darauf die Wände errichtet werden, mit den Ziegeln, die die Freiwilligen im Januar hergestellt hatten und denen, die jeder Einzelne im Dorf beigesteuert hat.
Und das ist also der aktuelle Stand der Bauarbeiten an der Klinik. Sie ist buchstäblich nur noch eine Handbreit vom Dach entfernt (deren Bau von der Dorfgemeinschaft selbst getragen werden soll)! Ein beeindruckendes und äußerst motivierendes Ergebnis der bisherigen Anstrengungen. Vielen Dank an alle Helfer!
Am 17. Juli fand ein sogenanntes "Harambee", eine Art Spendenaufruf in Anyiko statt, und auch dort ist ein positiv überraschender Betrag zusammengekommen. Auch auf deutscher Seite wollen wir weiterhin auf die Projekte aufmerksam machen, denn wir sind noch lange nicht fertig! Als nächstes stehtnun der Bau des Daches an, dann müssen Fenster eingesetzt und die Wände verputzt werden. Schließlich muss man sich auch um das Gelände kümmern, man wird Zäune und Toiletten brauchen und ein Wasser- und Stromsystem.
Wer Ideen hat oder spenden möchte: Kontakt aufnehmen! Wir sind dankbar für jegliche Anfragen, Vorschläge, Angebote usw.
um alle ineterssierten auf dem laufenden zu halten, möchte ich hier nun in auszügen die berichte von antony veröffentlichen. er hat gewissenhaft die verwendung der spenden für die projekte übernommen und genau aufgezeichnet, wann was wofür ausgegeben wurde. unter dem bericht über die verwendung des übriggebliebenen geldes von der anderen laura aus deutschland listet er die fortschritte auf, die man natürlich auch auf den fotos sehen kann: der wassertank ist installiert, die schule verputzt und mit glasfenstern - etwas besonderem in kenia! - ausgestattet. was man auf den fotos nicht sieht: die erfahrung, die er und alle helfer sammeln konnten und den einsatz, das zusammenwachsen und die große dankbarkeit aller anwohner für die hilfe.
auch ein grob umrissener plan für das weieter vorgehen existiert bereits. der beinhaltet unter anderem weitere arbeiten am dach, den fenstern und dem wassertank. außerdem soll ein kleiner raum für eine werkstatt entstehen, in der die schüler verschiedenes handwerk erlernen können. hier der ausführliche arbeitsplan mit kostenschätzung:
18/3/2010
POLYTECHNIC’S PROPOSED WORK PLAN
1.Orders to be paid yet
Sand 2lorries @ 3000/= = 6,000/=
Ballast 1lorry @ 4000/= = 4,000/=
Paraffin 10 litres @ 70/= = 700/=
Twine sisal 2kg @80/= = 160/=
Cement transport 10bags @60/= = 600/=
TOTAL 11,460/=
2.Next thing to do.
[a] Plastering
[b] Roof painting
[c] Ficia board
2. (a) Plastering
Cement 30 bags @ 870/= = 26,100/=
Labour = 10,000/=
TOTAL 36,100/=
2.(b) Roof painting
Red oxide roof paint 7x4 litres @ 930/= = 6,510/=
Paraffin 15litres @70/= = 1,050/=
Labour = 3,000/=
TOTAL 10,560/=
3.Steel windows
Steel frames 14pcs @2250/= = 31,500/=
Discount of 207 for 14 pcs = 2,900/=
28,600/=
Window glasses 14 pcs @800/= = 11,200/=
Sticker (Pati) 14 pcs @100/= = 14,000/=
TOTAL 41,200/=
4.Water tank
1x5000litres @ 38,000/= = 38,000/=
Installation (inclusive of materials) = 20,000/=
TOTAL 58,000/=
5.[a] Wall Paint
Paints 2X20litres @ 3,000/= = 9,000/=
Labour = 5,000/=
5.[b] Skirting
Paints 2x4 litres @ 3,000/= = 6,000/=
TOTAL 20,000 /=
6.Water pipe
Pipes 20 pcs @ 700/= = 14,000/=
Labour = 5,000/=
TOTAL 19,000/=
7.Renovation of the old buildings
The whole cost plus Labour = 40,000/=
8.Workshop for practicals
Timber = 8,000/=
Used iron sheets 20pcs @ 300/= = 6,000/=
Nails 10 kg @ 300/= = 3,000/=
Labour = 3,000/=
TOTAL 20,000/=
eine weitere erfreuliche nachricht kam vom "Ministry of Public Health and Sanitation", also dem kenianischen gesundheitsministerium, das den bau der klinik gebilligt und damit auch offiziell registriert hat.
MINISTRY OF PUBLIC HEALTH & SANITATION
Divisional Public health Office
P.O BOX 247,
U KWALA
5TH MAY 2010.
THE PRINCIPAL
SIGUL POLYTECHNIC
P.O BOX 120,
UGUNJA.
Dear Sir/Madam
RE: SANITARY INSPECTION REPORT
TIME &DATE: 11.45am – 2.30pm – 5/5/2010.
TYPE &ASPECT: single storey building permanent in nature constructed using masonry bricks and the roofs covered with G.IC sheets. The building is painted creamish & skirted black.
SITUATION & LOCALITY:
The premise is situated in Anyiko sub-location, North East Ugenya Location, Ukwala Division, Ugenya District. It is along Ligega –Bondo Kolalo route. It’s on about 4 acres of land.
WALL: - Made of bricks & well plastered, painted creamish.
DOOR: - Wooden doors painted blushing and in good shape.
LIGHTING AND VENTILATION: -
Each classroom has 5metal windows with window paints each measuring 5” x 5”.
Both artificial and natural lighting provided.
ROOF: - G.I.C sheets used.
WATER: - Roof water catchments provided with a tank of 4,600 litres.
SANITARY ACCOMODATION:
A pit latrine with a twin door provided & in good state.
One urinal provided.
WASTE MANAGEMENT:
1 pit provided
N/B: - Three rooms provided 2 as classrooms each measuring 24” x 20” and one as administration block.
FENCE: - The school is well fenced with barbed wire.
RECOMMENDATION: -
Provide at least 4 more pit latrines.
CONCLUSION: - The office has no reason to deny the registration.
Yongo E m
Div. PHO
die arbeiten gehen weiter, es gibt viel zu tun - und viel zu bezahlen und zu kaufen. deswegen arbeite auch ich in deutschland an der fotoausstellung, damit noch mehr leute von den projekten erfahren und eventuell helfen.
fotos, die (nicht nur mir) mut machen. herzlichen dank an ALLE, die mit kleinen schritten bereits so große veränderungen möglich gemacht haben. das gibt motivation zum weitermachen!
vorher
nachher: die schule hat nun ein dichtes dach, zwei funktionsfähige räume und fenster aus eisen.
und hier noch ein zeitungsartikel aus der mainspitze über laura, die auch im work camp dabei war: http://www.main-spitze.de/region/main-taunus/floersheim/8829316.htm
den restbetrag der spenden werde ich demnächst mit hilfe einer freundin nach kenia überweisen, damit die arbeit an der klinik wieder aufgenommen werden kann.
ich habe schon eine weile nicht mehr geschrieben, was aber nicht heißt, dass die projekte still stehen - ganz im gegenteil! ende märz wurde für die polytechnic ein wassertank angeschafft und antony hat sehr viel zeit auf der baustelle verbracht, wo zwar wenige arbeiter zugegen waren, die jedoch gewissenhaft ihre arbeit verrichteten und nooch verrichten. der schule wurde nun endlich der letzte schliff verpasst und die beiden klassenräume sind vollständig fertig und benutzbar. im moment werden sie wohl noch von der kleinen vorschule genutzt, im sommer können wir uns eventuell um die einrichtung kümmern. ganz viel hat uns auch die andere laura geholfen, die sich selbst nochmal ein bild von den bauarbeiten gemacht hat, bevor sie kenia anfang april verließ.
um die schule herum wurde es ein bisschen lichter, als ein paar freunde aus takatifu gardens (ich habe darüber berichtet) bei anton einfielen und sich des dichten buschwerks annahmen, dass das gelände umgibt. außerdem gibt es auch bereits ideen einer baum-pflanz-aktion rund um die klinik, denn wir versuchen natürlich, möglichst ökologisch die ganzen natürlichen ressourcen, die wir beim bau verwenden, wieder aufzustocken. vielleicht kann ich demnächst mal noch ein paar bilder oder berichte bekommen, die einen aktuelleren stand der baustelle zeigen.
auch in deutschland nimmt die unterstützung derweil nicht ab. der pfarrgemeinderat von bühl hat die hälfte des erlöses seines alljährlichen fastenessens (lecker kartoffelsuppe!) den projekten zur verfügung gestellt. ASANTE SANA KABISA! also ganz arg viel riesenherzlichen dank sage ich im namen der projekte und der menschen, denen sie helfen. das stockt den aktuellen spendenstand wieder auf 447,50 € auf. was damit geschehen soll, muss zunächst wieder geplant werden, wahrscheinlich kommen wir bis herbst zu einigen entschlüssen. bis dahin werde ich auch die resultate der fotoausstellung sehen, an der ich gerade arbeite. der titel lautet "schwarz-weiß: eine deutsche in kenia, ein kenianer in deutschland" und deutet auf kontrastreiche bilder mit persönlichen einsichten hin. ich habe die meisten fotos schon gesichtet und bin in den anfängen des bearbeitens. mal sehen, wo genau ich die ausstellung hier im landkreis präsentieren kann. außerdem läuft gleichzeitig noch die planung für dieselbe ausstellung bei göttingen anfang august, wo ich nochmal ein komplett neues publikum erreichen kann. das habe ich marco von der alten schule fredelsloh zu verdanken, der sich letztes jahr auf den bericht in der hna hin gemeldet hat und angeboten hat, mir zu helfen, auch "da oben" was zu organisieren. das macht unglaublich mut und gibt mir einen riesen motivationsschub, denn obwohl schon viel passiert ist in anyiko: es braucht noch viel zeit und engagement, um die projekte weiterzuführen.
mit lieben grüßen und großem dank an alle unterstützer, sich in frühlingshaft beschwingte arbeit stürzend...
Assist Anyiko umfasst zwei Projekte in dem kenianischen Dorf Anyiko. Aus kenianischer und deutscher Zusammenarbeit sollen dort eine Klinik und eine kleine Berufsschule entstehen. Mehr Informationen gibt es unter Projekte und Spenden.